Wetterbericht

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Digitale Wettervorhersage und App-Nutzung

Die Art und Weise, wie wir Wetterinformationen konsumieren, hat sich durch das Smartphone grundlegend verändert. Während man früher eher auf Sendezeiten im Fernsehen oder auf Zeitschriften angewiesen war, stehen heute Wetterdaten jederzeit und in Echtzeit digital zur Verfügung.

Eine moderne Wetter-App liefert mittlerweile auch mehr als nur die aktuelle Temperatur. Sie bietet Prognosen auf Stundenbasis, Analysen zur Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung und auch die Windgeschwindigkeiten. Mitterweile gibt es sogar einen Regenradar direkt auf dem Handy.

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der sicheren Bedienung der Standard-Apps, die korrekte Interpretation der angezeigten Daten sowie einen erweiterten Blick auf spezielle Erweiterungsapps.

Die vorinstallierte Standard-App nutzen

Die Hersteller Apple (iOS) und Google (Android) statten ihre Betriebssysteme bereits ab Werk mit einer Wetter-Anwendung aus. Diese Anwendungen sind oft werbefrei, datenschutzkonform und für den täglichen Gebrauch deshalb ausreichend. Aufgrund der vielen verschiedenen Apps fragen Sie doch einfach im Kurs nach, ob eine Vorführung einzelner Apps möglich ist. Die folgenden Anleitungen gelten nicht allgemein und können je nach Hersteller abweichen.

Verwaltung von Orten und Städten

Nach dem Öffnen der App sehen Sie in der Regel das Wetter Ihres aktuellen Standorts. Um weitere Orte hinzuzufügen (beispielsweise den Wohnort der Kinder oder ein Urlaubsziel), nutzen Sie das Suchfeld. Dieses ist oft mit einem Lupen-Symbol oder einem Plus-Zeichen gekennzeichnet. Einmal hinzugefügte Orte werden in einer Liste gespeichert. Durch einfaches Wischen nach links oder rechts auf dem Bildschirm können Sie anschließend zwischen den verschiedenen Städten wechseln.

Stundenprognose vs. Tagesvorschau

Die App teilt sich meist in zwei Bereiche. Im oberen Bereich finden Sie eine horizontale Leiste, die das Wetter für die nächsten 24 Stunden im Stunden-Takt anzeigt. Dies ist beispielsweise für die kurzfristige Tagesplanung wichtig. Darunter befindet sich die vertikale Liste für die kommenden 7 bis 14 Tage. Beachten Sie hierbei, dass es sich bei Vorhersagen, die weiter als drei Tage in die Zukunft reichen, lediglich um statistische Wahrscheinlichkeiten handeln könnte.

Regenradar

Das Regenradar visualisiert Niederschlagsgebiete auf einer topografischen Karte. Durch radarbasierte Messungen wird erfasst, wo sich Feuchtigkeit in der Atmosphäre befindet und in welche Richtung sich diese bewegt. Die folgende Darstellung ist nicht allgemeingültig für alle Apps, bietet jedoch eine Übersicht.

Kühle Farben

Leichter bis mäßiger Niederschlag.

Warme Farben

Oft stärkerer Regen, Dauerregen oder Platzregen.

Warn-Farben

Extreme Niederschläge, evtl. begleitet von Gewitter.

Bedienung der Zeitleiste: Eventuell müssen Sie das Radar manuell aktivieren. Am unteren Rand der Karte befindet sich meist ein Play-Button (ein nach rechts gerichtetes Dreieck). Durch Betätigung dieses Buttons startet eine Animation. Sie können die Markierung auf der Leiste oft auch manuell mit dem Finger verschieben, um das vorhergesagte Wetter für eine spezifische Uhrzeit (beispielsweise in exakt 45 Minuten) zu überprüfen.

Ergänzende Anwendungen

Neben der allgemeinen Wettervorschau existieren spezialisierte Anwendungen von verschiedenen Einrichtungen, die eher dem Schutz und der Warnung der Bevölkerung dienen.

DWD Warnwetter (Deutscher Wetterdienst)

Der Deutsche Wetterdienst liefert amtliche Warnungen für das gesamte Bundesgebiet. Die App informiert über gefährliche Wetterlagen wie Orkanböen, extreme Hitze oder drohendes Glatteis in Ihrer Umgebung, per Benachrichtung auf das Handy. Im Gegensatz zu anderen kommerziellen Apps basieren die Daten direkt auf den Messstationen des Deutschen Wetterdienstes.

Die NINA-App (Notfall-Informations-App)

NINA wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betrieben. Diese Anwendung warnt nicht nur vor Wetterextremen (wie Hochwasser), sondern auch vor anderen Gefahrenlagen wie Großbränden, Schadstoffaustritten oder Bombenentschärfungen. NINA kann so konfiguriert werden, dass sie bei einer extremen Gefahrenlage das Smartphone lautstark alarmiert, selbst wenn dieses auf “stumm” geschaltet ist. Weitere Informationen finden Sie hier.

Schlusswort

Die Eingabe des Suchbegriffs “Wetter” in den App Stores liefert viele Ergebnisse. Deshalb ist ein Hinweis noch besonders wichtig:

Häufig finanzieren sich scheinbar kostenlose Wetter-Apps durch extrem aggressive Werbeeinblendungen. Diese Werbebanner blockieren oftmals den Bildschirm und sind nervig. Für unerfahrene Nutzer ist es schwer erkennbar, wo die Werbung endet und die eigentliche App weitergeht. Ein versehentlicher Klick kann in seltenen Fällen zu ungewollten Abonnement-Abschlüssen (Abo-Fallen) führen. Entscheiden Sie jedoch selbst, welche Apps Sie gerne nutzen möchten, oft hat man bereits vorher schon Präferenzen.

Hinweis zur Standortfreigabe (GPS)

Damit eine Wetter- oder Warn-App auch einen Wetterbericht für Ihren Standort automatisch ausgeben kann, benötigt sie Zugriff auf Ihren aktuellen geografischen Standort. Beim erstmaligen Start der App erscheint ein Systemdialog, der diese Erlaubnis anfragt.Bei offiziellen und seriösen Apps ist diese Freigabe datenschutzrechtlich eher unbedenklich.Wird die Standortfreigabe verweigert, kann die App keine standortbezogenen Berichte ausgeben.

Ein paar Fragen

Warum unterscheiden sich die Temperaturen in verschiedenen Apps?

Wetterdaten sind Prognosen. Verschiedene Anbieter nutzen für ihre Berechnungen unterschiedliche Messstationen und mathematische Modelle. Temperaturabweichungen von ein bis zwei Grad zwischen zwei Anwendungen stellen daher keinen technischen Defekt dar, sondern sind die Folge unterschiedlicher Berechnungsmethoden.

Wie ist die Prozentzahl neben dem Regentropfen-Symbol zu interpretieren?

Die Prozentzahl definiert die Niederschlagswahrscheinlichkeit. Ein Wert von 30 % bedeutet nicht, dass es an 30 Prozent des Tages regnen wird. Es bedeutet, dass bei vergleichbaren meteorologischen Bedingungen in der Vergangenheit in 3 von 10 Fällen Niederschlag aufgetreten ist. Es ist ein Indikator für die Sicherheit der Prognose.

Belastet die Nutzung des Regenradars das mobile Datenvolumen stark?

Zur Aktualisierung der Karten und Daten ist eine aktive Internetverbindung erforderlich. Da es sich bei den abgerufenen Informationen jedoch primär um Zahlenwerte und komprimierte Grafiken handelt, ist der Datenverbrauch eher gering. Die Nutzung belastet herkömmliche Mobilfunkverträge nicht nennenswert. Achten Sie hier auf die konkreten Vertragsdetails Ihres Anbieters und fragen Sie ggf. bei Ihrer Kursleitung nach.

Muss die NINA-Warn-App dauerhaft im Hintergrund geöffnet bleiben?

Nein. Die heutigen Systeme regeln den Abruf von Warnungen automatisch. Sobald Sie NINA installiert und die Standort- sowie Benachrichtigungsfreigabe erteilt haben, können Sie die App schließen. Das System weckt die App bei einer offiziellen Warnung selbstständig auf und leitet den Alarm an Sie weiter. Dies gilt übrigens auch für Apps wie KATWARN.

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